Aktuelle Angebote

Kurs für Einzelpersonen: Klassenrat, Schülerkonflikte, schwierige Klassengespräche meistern – mittels mytho- dramatischer Methoden
letzte freie Plätze

International five-day course in Mythodrama: "Challenge the Alps"

Ausschreibung: Peter-Hans Frey Stiftung

Newsletter

Interesse an IKM-News? Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Kontakt

Untere Zäune 1, 8001 Zürich

Telefon: +41 44 261 17 17
E-Mail: info[at]ikm.ch

Herzlich willkommen auf dem Blog des IKM!

Dieser Blog informiert nicht nur über aktuelle Angebote sowie Aktivitäten des IKM, sondern sammelt auch Impulse und Ideen aus dem Schnittbereich von Psychologie und Philosophie. Dazu werden in regelmässigen Abständen interessante Persönlichkeiten interviewt und vorgestellt. Den Anfang der Interviewreihe bestreitet Allan Guggenbühl, der Leiter des IKM. Viel Spass bei der Lektüre!

 
Aktuelle Angebote des IKM
Autor: Ivana Leiseder | Datum: Dienstag, 14. Februar 2012

Kurs: Klassenrat, Schülerkonflikte und schwierige Klassengepräche meistern
Wie bringen wir Schüler/innen dazu, über ihr Verhalten zu reflektieren, sich empathisch zu verhalten und Konflikte zivilisiert auszutragen? Zu den Aufgaben der Lehrperson gehört die Erhöhung der Selbst- und Sozialkompetenz der Schüler. Diese Ziele können nicht nur durch Trainingsprogramme erreicht werden, sondern sind tägliche, harte Knochenarbeit. Im Kurs werden auf der Grundlage des Mythodramas (Arbeit mit Geschichten) Methoden vorgestellt, wie man im Schulalltag an diesen Zielen arbeiten kann: Arbeit im Klassenrat, Interventionen in Schulklassen, Konfliktgespräche, schwierige Elterngespräche und mythodramatische Übungen im Klassenzimmer. Das Mythodrama hilft Kindern und Jugendlichen über den Weg von auf sie zugeschnittenen Geschichten ihre Sorgen und Anliegen auszudrücken und zu bearbeiten.

Daten: 10. März 2012 und 22. September 2012
Ort: Zürich, IKM Guggenbühl AG, Untere Zäune 1
Kursleiter: Allan Guggenbühl und Claudia Reiser
Kosten: CHF 570.-
Anmeldung: an info[at]ikm.ch (Berücksichtigung nach Reihenfolge der Anmeldung)
Kursinhalte und Details
&nspb;

International five-day course in Mythodrama: “Challenge the Alps”
In this unique course psychologists and psychotherapists, who are working with this approach called Mythodrama, will pass on their experiences to you. Apart from learning about the method, you will listen archetypal stories and learn the art of story telling. The course includes an introduction into the unknown world of the alpine myths, which still influence people in the alpine region nowadays. The course will be held in the romantic city of Bern and the Swiss Alps.
The course is open to psychologists, psychotherapists and people working in social services or conflict management. Course language: English, Japanese.

Dates: September 12th-15th 2012
Location: Bern and The Swiss Alps
Lecturers: Allan Guggenbühl, Lela Schmid, Andrea Munz and others
Costs: 1900 CHF or 2000 USD
Further information: Mail to info@ikm.ch or visit www.mythodrama.com
Flyer
Program
⇒ Articles on Mythodrama: 1, 2
&nspb;

Ausschreibung: Peter-Hans Frey Stiftung
Die Peter-Hans Frey Stiftung verleiht jedes Jahr einen Preis für ausserordentliche pädagogische Leistungen. Nominationen für die diesjährige Preisvergabe können bis 31. März 2012 eingereicht werden.

Details

weiter lesen
 
Benefizveranstaltung für kriegstraumatisierte Kinder in Georgien
Autor: Ivana Leiseder | Datum: Montag, 14. November 2011

Allan Guggenbühl engagiert sich im Projekt Nergi zusammen mit Kolleginnen und Kollegen für kriegstraumatisierte Kinder in Georgien. Damit dieses Projekt weiterbestehen kann, findet am 3. Dezember von 13-17 Uhr im Alleehaus in Zürich eine Benefizveranstaltung statt. Unter anderem wird Allan Guggenbühl einen Workshop zum Mythodrama halten, daneben gibt es die Möglichkeit, in die Genüsse der georgischen Küche einzutauchen oder etwas über die georgische Sprache zu erfahren. Der Eintritt ist frei (Türkollekte). Das detaillierte Programm kann dem Flyer entnommen werden. Über Besuch würden wir uns sehr freuen!

weiter lesen
 
Allan Guggenbühl auf dem heissen Stuhl (Video)
Autor: Ivana Leiseder | Datum: Dienstag, 14. Juni 2011

Allan Guggenbühl stellt sich dem Entweder-oder-Spiel: “Schinken oder Käse?” “70er oder heute?” “Anzug oder Trainer?” Sehen Sie selbst, für was der Tätschmeister des IKM sich entschieden hat …

 

weiter lesen
 
Interview mit Allan Guggenbühl
Autor: Ivana Leiseder | Datum: Dienstag, 14. Juni 2011

“Erzieher”, “Konfliktforscher”, “Jugendexperte”, “Gewaltfachmann” – die Zuschreibungen zu Allan Guggenbühl sind zahlreich. Doch wer ist Allan Guggenbühl eigentlich? Ein Annäherungsversuch an den Menschen hinter dem Etikett.

Allan, wer bist Du?
Das ist sehr schwierig zu sagen. Ich bin wie viele in einer komplexen, multikulturellen und konfusen Umgebung aufgewachsen und habe versucht, etwas daraus zu machen. Zerstreuung ist mein Lebensthema. Im Prinzip funktioniere ich aber sehr kleinräumig. Ich fühle mich wohl, wenn ich Menschen um mich herum habe, die ich gern habe, die mich anregen und von denen ich weiss bzw. hoffe, dass sie mir kein Bein stellen. Ich bin kein Socialite oder Promisüchtiger. Ich habe Freundschaften, die lange andauern; mit Wechsel habe ich Mühe. Ich bin auch eine Täuschung: Ich bin Psychologe, kann gut reden und scheinbar gut auf Menschen eingehen. Das führt dazu, dass vor allem Frauen nicht realisieren, dass ich auch ein Mann bin und ganz männliche Interessen habe. Dass ich mich zum Beispiel für Flugzeuge interessiere. Früher ist mir immer gesagt worden, ich hätte eine sehr stark weibliche Seite. Ich merke selber, dass ich mich etwas unwohl fühle, wenn ich meine männliche Seite nicht leben kann.

Du leitest das Institut für Konfliktmanagement und Mythodrama, bist Kinder- und Jugendpsychotherapeut, dozierst an der PH, hältst Vorträge und publizierst Bücher. Wieso machst Du so viel?
Ich habe gar nicht das Gefühl, viel zu machen. Ich erlebe mich selber als faul, als jemanden, der die Arbeit scheut und möglichst schnell loswerden möchte. Mir wird aber oft gesagt, ich sei eine Art Zauberlehrling: Oft gehe ich irgendwo hin und dann entsteht etwas – das verstehe ich jeweils auch nicht so ganz. Und dann entwickelt es sich weiter und wird teilweise unübersichtlich. Deshalb muss ich mich auch schützen. Ich muss mich vor Kontakten schützen, muss mich vor neuen Ideen schützen. Ich muss mich beschränken. Ich habe schon immer dazu geneigt, dass es zu viel wurde. Aber die Woche hat ja nur 8 Tage à 25 Stunden …

Du warst früher Musiker. Hat die Leidenschaft für Musik Deine Tätigkeit als Psychologe beeinflusst?
Ja, es ist immer entscheidend, für was man sich als junger Mensch als Erstes entscheidet, welche Szenerie man betritt. Bei mir waren das die Rockmusik und auch die klassische Musik – das hat mich in vielem geprägt. Psychologie kam einfach irgendwie dazu. Der Groove des psychologischen Milieus entspricht mir nicht ganz. Es ist alles sehr zurückhaltend, alles muss wissenschaftlich abgesichert sein. Eine gewisse Spielfreude, ein Mut zum Debakel fehlt.

Was inspiriert Dich?
Meistens sind es kurze Erlebnisse oder Details aus dem Alltag, die mich inspirieren – wenn ich zum Beispiel etwas auf der Strasse beobachte. Die Ideen sind dann plötzlich da, sie steigen in mir auf – und dann spüre ich es in den Fingernägeln. Ich fühle mich aber mehr als Intermediate, als derjenige, der die Ideen vermittelt. Es ist die Realität, die die Ideen produziert.

Welche Ideen geistern denn zurzeit um Dich herum?
Ich habe zurzeit zwei Projekte. Zum einen will ich mit einer Kollegin ein Buch über das Denken schreiben. Ich habe das Gefühl, dass der Geist als Irritation nicht mehr gepflegt wird. Die Geisteswissenschaft ist saturiert. Dabei ist das Denken des Menschen das Zentrale – dass er sich vorzustellen versucht, was ist und was sein könnte. Das ist viel wichtiger als all diese wissenschaftlichen Verfahren.
Das andere ist ein Entwicklungsprojekt in Georgien, wo wir versuchen, traumatisierten Kindern zu helfen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Verpflichtung haben, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Und mein Anteil ist nun dieses Projekt in Georgien.

Du hast ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Wer aus der Reihe tanzt, lebt intensiver“. Wie tanzt Du aus der Reihe?
Ich neige dazu, alles immer anders machen zu wollen. Ich erlebe mich als Contrarian. Ich bin Unternehmer, habe eine Aktiengesellschaft gegründet, obwohl man das als Psychologe eigentlich nicht macht. Auch bin ich in Japan und Taiwan tätig. Es gibt vieles, bei dem ich das Gefühl habe, dass ich aus der Reihe tanze. Zum Teil stört mich das. Ich muss mich immer wieder zivilisieren.

Du wirst nächstes Jahr 60. Wie blickst Du auf Dein bisheriges Leben zurück?
Ich werde nächstes Jahr 60? Das ist eine infame Behauptung. (lacht) Ich bin grundsätzlich zufrieden mit dem Leben, das ich hatte. Ich habe aber nicht das Gefühl, mehr erreicht zu haben als andere. Viele Menschen machen Grossartiges, ohne dass sie dafür öffentliche Anerkennung erhalten. Ich kenne einen Kellner, der es versteht, die Gäste in seinem Restaurant in gute Stimmung zu versetzen. Für mich ist das alles gleichwertig. Es gibt natürlich viele Bereiche in meinem Leben, wo ich versagt habe. Aber dazu muss man stehen. Man erreicht nie alles, was man will.

Die öffentliche Meinung über Deine Person ist gespalten. Wie gehst Du damit um?
Es ist für mich schon sehr eigenartig und befremdend, wenn Leute sich über mich persönlich äussern, ohne mich je getroffen zu haben. Viele haben recht dezidierte Auffassungen über mich als Person. Da denke ich mir: Das ist noch interessant, was die erzählen – hat das aber irgendetwas mit mir zu tun? Ich bin im Prinzip einfach der, der ich bin. Ich sage, was ich denke. Und natürlich kann man auch dagegen sein. Das stört mich überhaupt nicht. Ich erhebe keinen Anspruch auf Wahrheit.

Was macht Dich glücklich?
Es macht mich glücklich, wenn es den Leuten gut geht, die mir nahe stehen. Mit Freunden zusammenzusein oder neue Ideen zu haben. Auch Erlebnisse machen mich glücklich: zum Beispiel an den See schreiben zu gehen, das finde ich wunderschön.

Abschlussfrage: Welche Musik hörst Du am liebsten?
Ich höre gerne Jazz und klassische Musik, aber auch Geräusche. Für mich hat es überall Musik – am Bahnhof, in den Städten, auf dem Land. Ich habe die Idee, Umgebungsgeräusche zusammenzustellen und daraus etwas zu komponieren. Zuerst wollte ich etwas machen mit allen unangenehmen Geräuschen, die es gibt. Aber Kollegen haben mir davon abgeraten. (lacht)

weiter lesen